Präventiver Kinderschutz

In der Hauptstadt für Kinder werden die Anforderungen des Bundeskinderschutzgesetztes gemäß § 8a, § 8b SGB VIII und § 4 KKG in gemeinschaftlicher Verantwortung aller Institutionen, Einrichtungen und Organisationen, aktiv gestaltet und gelebt.

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Vernachlässigung, Gewalt und sexuellem Missbrauch gelingt durch das Zusammenwirken von sensibilisierten, informierten und qualifizierten Fachkräften und ehrenamtlich Tätigen. Sind meine Wahrnehmungen bereits gewichtige Hinweise und Anhaltspunkte für eine drohende Kindeswohlgefährdung? Muss ich aus meiner Verantwortung aktiv werden?

Folgende altersspezifische Risikoeinschätzungsbögen objektivieren subjektive Eindrücke und Beobachtungen:

[intern]Kinderschutzbogen 0 bis 3 Jahre

[intern]Kinderschutzbogen 3 bis 6 Jahre

[intern]Kinderschutzbogen 6 bis 10 Jahre

[intern]Kinderschutzbogen 10 bis 14 Jahre
[intern]
Kinderschutzbogen 14 bis 18 Jahre


[intern]Elterngesprächsprotokoll

Jeglicher Austausch über die Situation in den Familien erfordert eine Einverständniserklärung der Eltern zur Entbindung der Schweigepflicht. Im weiteren Verlauf werden alle Gespräche dokumentiert. So auch im Protokoll Elterngespräche. 


Leitfaden zum Kinderschutz

Handlungssicherheit im präventiven Kinderschutz bietet der Monheimer [intern]Leitfaden Kinderschutz, der von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe entwickelt wurde und alle fünf Jahre aktualisiert wird.

Hier befinden sich wertvolle Antworten sowie leicht verständliche Anhaltspunkte und Informationen für den Umgang mit Situationen drohender Kindeswohlgefährdung:

  • Was ist eigentlich Kindeswohlgefährdung?
  • Wie kann ich erkennen, ob ein Kind betroffen ist?
  • An wen kann ich mich im Falle eines Falles wenden?
  • Was sagt das Gesetz?

Anhand eines Schaubilds wird Schritt für Schritt das beispielhafte Vorgehen bei gewichtigen Hinweisen auf eine Gefährdung des Kindeswohls erklärt. Zudem enthält die Broschüre zahlreiche Kontaktadressen und Anlaufstellen für professionelle Hilfe.


Pool der Kinderschutzfachkräfte

30 zertifizierte Fachkräfte aus den Bereichen Kita, Schule, Beratungsstellen und Jugendamt bieten pädagogischen Fachkräften als insoweit erfahrene [intern]Fachkräfte im Kinderschutz Beratung und Begleitung im Prozess einer Gefährdungseinschätzung.

In diesem Gremium werden die Monheimer Qualitätsstandards entwickelt und beschrieben, um so früh wie möglich anhaltende Entwicklungsbelastungen bei Kindern und Jugendlichen zu erkennen, entsprechende Hinweise fachlich zu bewerten und kompetent zu handeln. Unter Koordination der Fachstelle Präventiver Kinderschutz werden zudem kontinuierlich  Fachveranstaltungen und Fortbildungen angeboten.


Qualitätssiegel Gemeinsam aktiv – für Rechte von Kindern und Jugendlichen

Das Qualitätssiegel „Gemeinsam Aktiv – für Rechte von Kindern und Jugendlichen“ ist eine Monheimer Auszeichnung für gelebten Kinderschutz. In Einrichtungen der Bildung, Betreuung und Erziehung, wie unter anderem Kitas und Schulen, Verbänden und Vereinen werden Qualitätsmerkmale für die Achtsamkeit betreffend der Rechte von Kindern und Jugendlichen entwickelt sowie umgesetzt. Das Qualitätssiegel wird durch den Bereich Kinder, Jugend und Familie vergeben.

Zur Erlangung des Siegels wird in jeder Einrichtung ein spezifisches Präventionskonzept zum Schutz vor drohender Kindeswohlgefährdung entwickelt und umgesetzt. Im Konzept werden Kriterien erfüllt, um die Rechte von Kindern und Jugendlichen sowie deren Schutz anhaltend zu thematisieren.

Drei Jahre nach Verleihung des Siegels wird die Umsetzung des einrichtungsspezifischen Präventionskonzeptes überprüft und eine Weiterentwicklung vereinbart.

Der gesamte Prozess zur Erlangung des Siegels „Gemeinsam Aktiv – für Rechte von Kindern und Jugendlichen“ wird in der Fachstelle Präventiver Kinderschutz koordiniert und begleitet. Orientierung bieten die träger- und institutionsübergreifend entwickelten Arbeitshilfen in verschiedenen Handlungsfeldern.

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