Stationäre Hilfen und Rückführung

Die städtische Abteilung Sozialpädagogische Dienste bearbeitet im Aufgabengebiet „Stationäre Hilfen und Rückführung“ schwierige Einzelfälle, verhandelt Entgelte und führt Qualitätsdialoge mit stationären und ambulanten Trägerinnen und Träger  der Jugendhilfe. Darüber hinaus sollen bisher unbekannte, aber fachliche unterstützende, Jugendhilfeangebote erschlossen und in das Leistungsangebot des  Allgemeinen Sozialen Dienstes mitaufgenommen werden. Die Ansprechperson für Stationäre Hilfen und Rückführung wird außerdem als Multiplikatorin oder Multiplikator für das Kinderschutz-Verfahren „Signs of Safety“ ausgebildet, um  neue Kolleginnen und Kollegen entsprechend schulen zu können.

So genannte „schwierige Einzelfälle“ umfassen die Kinder und Jugendlichen, die durch die klassischen Jugendhilfeangebote des SGB VIII nicht erreicht werden können. Oftmals handelt es sich um Kinder und Jugendliche, die viele verschiedene Problematiken aufweisen. Sie sind psychiatrisch auffällig, obdachlos, drogenabhängig und in den gängigen Schul- und Ausbildungssystemen nicht haltbar. Sie möchten nicht in Obhut genommen werden, sind bei der Unterbringung in Schutzstellen und stationären Jugendhilfesettings stets abgängig und werden straffällig. Die Eltern dieser Kinder und Jugendlichen sind geprägt von Überforderung, Verzweiflung, Wut und Ohnmacht. Sie fühlen sich oftmals nicht mehr in der Lage, ihre Kinder zu betreuen und zu erziehen. Bei diesen schwierigen Einzelfällen muss über den Horizont der gängigen Jugendhilfe hinausgedacht werden. Oftmals müssen völlig neue, niedrigschwellige Jugendhilfeangebote innerhalb kürzester Zeit entwickelt und konzipiert werden.

Die Ansprechperson für Stationäre Hilfen und Rückführung unterstützt darüber hinaus auch bei der Suche nach geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen und prüft potentiell neu zu belegende stationäre Einrichtungen. Auch bei der Rückführung von Kindern und Jugendlichen in die Herkunftsfamilie findet eine gemeinsame Beratung statt.

Kontakt

Raum 1.33

Telefon:
+49 2173 951-5122
Telefax:
+49 2173 951-25-5122
E-Mail:
wschneider@monheim.de
Nach oben