Zwölf Kindertagespflegepersonen haben ihre Prüfung in der Gebärden-unterstützten Kommunikation bestanden. Die Fortbildungsreihe hatte im April begonnen und umfasste fünf Abendtermine mit einer abschließenden mündlichen und praktischen Prüfung.
Die Gebärden-unterstützte Kommunikation ist eine Methode der frühen Sprachförderung und wurde 1999 von Professor Etta Wilken entwickelt. Sie dient dazu, sprachentwicklungsverzögerten Kindern mit Hilfe standardisierter Gebärden die Kommunikation mit ihren Bezugspersonen zu erleichtern. In der Schulung lernen die Teilnehmenden insgesamt 237 verschiedene Gebärden kennen. Im Umgang mit den Tageskindern kommen aber vor allem alltagsnahe und bedürfnisorientierte Gebärden zum Beispiel für Farben, Tiere, Gefühle, Jahreszeiten oder auch für Tätigkeiten wie essen, trinken, spielen zum Einsatz. Durch die Gebärdenbegleitung werden Kinderlieder, Spiele oder auch Bücher von Kindern, die sich lautsprachlich nicht äußern können, bewusster wahrgenommen. Diese Art der Kommunikation kann daher die Selbstwirksamkeit der Kinder stärken und Teilhabe am Gruppengeschehen ermöglichen. Der Fachdienst Kindertagespflege hat sich zum Ziel gesetzt, langfristig alle Kindertagespflegepersonen, entsprechend zu schulen. (jm)


