Wenn eine Geste mehr sagt als viele Worte

Weiterbildung für Kindertagespflegepersonen in Monheim am Rhein

Die Dozentinnen Ilona Bork (links) und Petra Kamnik haben zwölf Tagespflegepersonen aus Monheim am Rhein in der Gebärden-unterstützten Kommunikation ausgebildet: Angelina Bahr, Cécile Acker, Cagla Yildirim, Yasemin Alpaslan, Janina Göller, Adile Aydemir, Gulziya Mensen, Vanessa Klein, Nicole Vournelis, Tamara Marcta-Gramke, Iman Habibi und Najet Bonouh (von links). Foto: Stadt Monheim am Rhein / Petra Kamnik

Zwölf Kindertagespflegepersonen haben ihre Prüfung in der Gebärden-unterstützten Kommunikation bestanden. Die Fortbildungsreihe hatte im April begonnen und umfasste fünf Abendtermine mit einer abschließenden mündlichen und praktischen Prüfung.

Die Gebärden-unterstützte Kommunikation ist eine Methode der frühen Sprachförderung und wurde 1999 von Professor Etta Wilken entwickelt. Sie dient dazu, sprachentwicklungsverzögerten Kindern mit Hilfe standardisierter Gebärden die Kommunikation mit ihren Bezugspersonen zu erleichtern. In der Schulung lernen die Teilnehmenden insgesamt 237 verschiedene Gebärden kennen. Im Umgang mit den Tageskindern kommen aber vor allem alltagsnahe und bedürfnisorientierte Gebärden zum Beispiel für Farben, Tiere, Gefühle, Jahreszeiten oder auch für Tätigkeiten wie essen, trinken, spielen zum Einsatz. Durch die Gebärdenbegleitung werden Kinderlieder, Spiele oder auch Bücher von Kindern, die sich lautsprachlich nicht äußern können, bewusster wahrgenommen. Diese Art der Kommunikation kann daher die Selbstwirksamkeit der Kinder stärken und Teilhabe am Gruppengeschehen ermöglichen. Der Fachdienst Kindertagespflege hat sich zum Ziel gesetzt, langfristig alle Kindertagespflegepersonen, entsprechend zu schulen. (jm)

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